Von Supermärkten, Spuckschutz und sonstigem

Um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 einzudämmen, wird vor allem in deutschen Supermärkten ein gewisser Erfindungsreichtum sichtbar. So nehmen allerhand auf den ersten Blick illustrer Maßnahmen Form an. Wie zum Beispiel in einem Supermarkt in Langballig:

Foto: Yannick Kitzinger (Schleswiger Nachrichten)

Angefangen von mit Klebeband auf den Boden gepappten Abstandsmarkierungen vor der Fleischtheke, über „Spuckschutz“-Vorrichtungen (zwischen zwei Stangen Sperrholz – Ausführung Fichte/Tanne, gehobelt – gefasste Plexiglasscheiben auf Kopfhöhe) an den Kassen, bis hin zu der auffällig offensiven Aufforderung, es bitte ebenso zu versuchen, wie es die uns in Sachen Entwicklung vermeintlich stets um zehn Schritte weiter vorne liegenden skandinavischen Völker bereits seit Jahrzehnten tun, nämlich: bargeld-, vorzugsweise sogar kontaktlos, also allein durch die ans Bezahlterminal gehaltene Karte, zu bezahlen.  

Die Supermarkt-Branche tut, was sie kann: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zusätzlich mit flüssigem Gold, Pardon, mit Desinfektionsmittel und Handschuhen ausgestattet. Sie sollten sich sicher, gar gegen den Angriff des Virus gewappnet fühlen! Doch nichts dergleichen.  

Denn von Wurstverkauf bis Warenlager sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschöpft, während einige Kunden alles – von Klopapier bis Konserve – „hamstern“, was ihnen in die in Gummihandschuhen steckenden schwitzigen Finger kommt, und es ihnen ihre Angst vor Infektion sogar verbietet, ihr Leergut zurückzubringen.  

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